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Sind sich 98,2 % aller Klimaforscher einig?

Klimaretter behaupten, 98,2 % aller Wissenschaftler würden davon ausgehen, dass der Klimawandel durch Menschen verursacht sei. Sie berufen sich dabei auf eine Erhebung von John Cook.

Thomas Röper hat auf ANTI-SPIEGEL eigene Untersuchungen zu dieser Studie vorgestellt.

www.anti-spiegel.ru/2020/klimawandel-die-97-einigkeit

Die schweren handwerklichen Fehler in der Erhebung und bei deren Auswertung legen nahe, dass die öffentliche Meinung hinters Licht geführt werden soll. Mit angeblich 98,2 % Einigkeit unter allen Klimatologen ginge man von menschlich verursachter Erwärmung durch CO2 aus.

Das Perfide daran ist, dass wir wegen dieser Zahlenmanipulationen  inzwischen mit Sondersteuern auf CO2, durch CO2-Ablasshandel und bald auch beim Kauf fossiler Energieträger, zur Kasse gebeten werden.

An einem Beispiel soll verdeutlicht werden, mit welchen Verrenkungen diese 98,2 % entstehen. Anschließend wird der Versuch unternommen, mögliche Erkenntnisse aus der Studie zu extrahieren.

In einer Studie unter 1.000 Männern wird männliche Aggression untersucht. Gefragt wird, ob sie bei Kontakt zu Schwulen aggressiv reagieren würden. 200 sagen „ja“,  100  sagen „Im Gegenteil“ und 700 sagen „ das ist mir egal“.

In der Auswertung nach der Logik der Cook-Studie würde das Ergebnis so aussehen:

700 Teilnehmer werden herausgenommen, denn sie haben keine Meinung.

Übrig bleiben 300, die durch Manipulation 1 als 100 % gesetzt werden. 200  von denen, also 2/3, oder  besser 75 % (Bruchrechnen überfordert heute schon Viele)  aller Männer, so wird geschlussfolgert, seien aggressiv gegenüber Homosexuellen.

Die zweite Manipulation wird durch die Verallgemeinerung eines unbedeutenden Befundes erzeugt. Denn, wie sich diese Männer in der Realität verhalten, wie alt sie sind, welcher sozialen Schicht sie angehören, wird einfach ausgeblendet. Eine ungenaue Frage mit einem großen Interpretations-Spielraum wird verallgemeinert. Das Sample gibt so weit reichende Aussagen nicht her!

Wenn sich Klimastudien NICHT mit CO2 und durch Menschen gemachten Treibhauseffekt beschäftigen, heißt das nicht, dass sie sich nicht mit klimatischen Entwicklungen und deren Ursachen beschäftigen würden. Schlussfolgern ließe sich nur, dass Sie in ihrer Studie dem CO2 keine Bedeutung beimessen. In der Cook-Studie werden diese jedoch – wie bei den Schwulen – einfach herausgerechnet.

Durch diese Manipulation des Samples wird der kleine Rest gegeneinander aufgerechnet und – oh Rechenwunder – entstehen beeindruckende Zahlen von 98,2 %.

Wenn man den inhaltlichen Zuordnungen Glauben schenken würde, könnte man aus den Ergebnissen vorsichtig folgende nachvollziehbaren Befunde herausarbeiten:

  1. Von den 11.884 untersuchten Studien haben 0,54 % (64), den Befund, der Klimawandel sei mit mehr als 50 % von Menschen erzeugt.
  2. Die große Mehrheit aller untersuchten Studien zur Klimaforschung, also 66,73 % (7.970) kommen zu keiner Aussage, ob Klimawandel menschlichen Ursprungs sei.
  3. In nur 0,08 % (9) aller untersuchten Klimastudien wird davon ausgegangen, dass der Mensch nicht dafür verantwortlich ist, dass sich das Klima ändert.

Wenn man jeder Studie einen Wissenschaftler zuordnen würde und die 11.884 Studien die Arbeiten aller Klimaforscher der Erde erfasst hätten, dann könnte man sagen:

Von allen Klimatologen weltweit glauben 0,54 % in ihren Studien belegen zu können, dass der Klimawandel zu über 50 % durch Menschen verursacht werden würde.

Ihnen gegenüber stehen 0,08 % aller Klimatologen die meinen belegen zu können, dass menschlich verursachter Klimawandel nicht existiert.

In über 99 % der Klima-Studien wird auf das Maß menschlichen Einflusses nicht eingegangen.

Nur aus 0,54 % von insgesamt 11.884 Klimastudien ließen sich Zahlen ableiten, wie sie das IPCC und die Medien permanent verbreiten, die Erde stehe wegen des CO2 Ausstoßes kurz vor einem Hitzekoller.

Würde es in der Wissenschaft um Erkenntnis durch Abstimmung gehen, könnte man diagnostizieren, dass diese Meinung falsch sei, da nur von einer unscheinbaren Minderheit getragen.

Die 0,08 %  mit gegenteiligen Befunden würden nach dieser Lesart „noch falscher“ liegen.

Am besten schneiden die ab, wo man in der Studie gar nicht weiß, welche Meinung sie haben: 99 %. Und die haben in ihrer erdrückenden Mehrheit die „Wahrheit“ heraus bekommen.

1 Kommentar zu “Sind sich 98,2 % aller Klimaforscher einig?

  1. Lieber Felix,

    bei dieser Frage werden wir noch Monate und Jahre brauchen, um Deine Ängste, “Klimaretter” wollen Dir Deinen Diesel wegnehmen, Dich mit CO2 Steuer in den Ruin treiben und das Fleischessen verbieten, abzubauen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es (allein) schaffe, aber ich stehe da – durchaus auch beruflich – scheinbar auf der anderen Seite der Barrikade. Natürlich schaut man auch immer wieder kritisch auf Veröffentlichungen. Man möchte sich ja nicht blamieren und gelegentlich geht mir das vorschnelle Veröffentlichen von vermeintlichen Ergebnissen auch auf den Keks. Das passiert aber auch Ärzten, Kernphysikern oder Historikern. Zum Thema von mir nur heute der Hinweis: Nicht jeder, der irgendwas veröffentlichte, was mit “globaler Erwärmung” in Beziehung steht, hat das Zeug dazu oder Zeit gehabt, zu analysieren, ob das natürliche oder anthropogene Ursachen hat. Beim letzteren ist ja auch noch zu trennen, in welchem Anteil da chemische Ursachen (Treibhausgase) und Landnutzungsänderungen mitspielen. Man kann sich wunderbar mit einem Monitoring des globalen Wandels beschäftigen (und veröffentlichen), also Satelliten, bodengestützte Fernsondierung, Qualitätssicherung der 2 m- Messungen, Gap-Filling alter Klimareihen. Man kann über Klimafolgen nachdenken, wie wächst Winterweizen, wenn es global 3 Grad wärmer wird. Aber bei der Analyse, warum es 3 Grad wärmer wird (die 3 hier als fiktiver Zahlenwert als Beispiel), möchte ich diese Forscherinnen nicht dabei haben. Da finde ich Cooks Ansatz völlig ok. Zum ruhigen Nachlesen, damit nicht mit schrägen Tabellen der Skeptiker gearbeitet werden muss, die einst von der Mineralölindustrie gepuscht wurden, habe ich das von Dir zitierte Paper von Cook wenigstens in der Zusammenfassung (abstract) angefügt:

    Cook et al. schrieben:
    “Wir analysieren die Entwicklung des wissenschaftlichen Konsenses über die anthropogene globale Erwärmung (AGW) in der von Experten begutachteten wissenschaftlichen Literatur und untersuchen 11 944 Klimazusammenfassungen von 1991 bis 2011, die den Themen „globaler Klimawandel“ oder „globale Erwärmung“ entsprechen. Wir stellen fest, dass 66,4% der Abstracts keine Position zu AGW ausdrückten, 32,6% befürworteten AGW, 0,7% lehnten AGW ab und 0,3% waren sich der Ursache der globalen Erwärmung nicht sicher. Unter den Abstracts, die eine Position zu AGW ausdrücken, befürworten 97,1% den Konsens, dass Menschen die globale Erwärmung verursachen. In einer zweiten Phase dieser Studie haben wir Autoren eingeladen, ihre eigenen Arbeiten zu bewerten. Im Vergleich zu abstrakten Ratings äußerte ein geringerer Prozentsatz der selbstbewerteten Papiere keine Position zu AGW (35,5%). Unter den selbstbewerteten Beiträgen, die eine Position zu AGW ausdrücken, befürworten 97,2% den Konsens. Sowohl bei den abstrakten Ratings als auch bei den Selbstbewertungen der Autoren stieg der Prozentsatz der Vermerke unter den Beiträgen, die eine Position zu AGW zum Ausdruck bringen, mit der Zeit geringfügig an. Unsere Analyse zeigt, dass die Anzahl der Arbeiten, die den Konsens zu AGW ablehnen, einen verschwindend geringen Anteil der veröffentlichten Forschung ausmacht”.

    Was ist da Betrug? Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Und in der nächsten Woche kämpfen wir wieder gemeinsam für schnelles Internet, Transparenz in der Politik, die E-Auto-Fabrik in Grünheide und und und.

    Bernd

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